Häufig gestellte Fragen zum Zentrum für Gestaltung HfG UlmWer kann Mieter des neuen Zentrums für Gestaltung HfG Ulm werden? Das Angebot richtet sich an Kreativschaffende aus dem weiten Feld der angewandten Gestaltung. Eine Affinität zu den Leitideen der einstigen Hochschule für Gestaltung Ulm sollte vorhanden sein. Welche Vorteile habe ich, wenn ich Mieter im neuen Zentrum für Gestaltung HfG Ulm werde? Die inspirierende Atmosphäre eines einmaligen Gebäudes, das wiederum einer sehr kostbaren „Adresse“ gleichkommt, wurde hier doch zwischen 1955 und 1968 Design-Geschichte geschrieben. Allen Nutzern bietet sich die Möglichkeit, mit anderen Gemeinsamkeiten zu entwickeln, frei nach dem historischen Vorbild der HfG Ulm. Deren Protagonisten verstanden sich als „lebendige Arbeitsgemeinschaft“ und als „freier Zusammenschluss sich ergänzender Ateliers, Labore, Werkstätten und Studien“. (Auszug aus der Gründungsschrift der Hochschule für Gestaltung HfG Ulm von Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill aus dem Jahre 1953) Gehört ein Nagelstudio auch zu der Gruppe der Gestalter, die für das Zentrum für Gestaltung HfG Ulm in Frage kommen? Nein, die Ideale der HfG-Protagonisten kommen hier nicht zum Tragen. So weit kann selbst heute das Verständnis des Begriffs Design nicht gefasst werden. Haben auch kleine Büros oder Einzelpersonen eine Chance? Ja, die Größe eines Unternehmens ist nicht entscheidend für den Erfolg einer Bewerbung um einen Platz im neuen Zentrum für Gestaltung HfG Ulm. Droht durch das neue Nutzungskonzept der „Ausverkauf“ der Marke „HfG Ulm"? Nein, denn das Recht an der Marke (Wort + Bild) wird weder übertragen noch verliehen. Nur das Recht am gemieteten Raum, an einem weltweit einmaligen und inspirierenden Ort, wird gewährt. Die geschützte Bildmarke wird auf den im Zentrum für Gestaltung HfG Ulm entworfenen Gegenständen der verschiedenen Designer nicht als Branding vorhanden sein. Aber natürlich ist das Zentrum für Gestaltung HfG Ulm die gemeinsame Adresse. Warum haben die Fenster im Zuge der Sanierung eine bläuliche Färbung erhalten? Weil allein beschichtetes Glas die notwendigen Ergebnisse beim Sonnenschutz erbringt und andernfalls bei starker Sonnenstrahlung in Teilbereichen ein unzumutbares Raumklima entstanden wäre. Wurden bei der Sanierung nicht zu viele Kompromisse gemacht? Die Stiftung Hochschule für Gestaltung vertritt die Auffassung, dass eine gute Linie gefunden wurde, um sowohl den Anforderungen des Denkmalschutzes als auch der Stiftung, welche auf die Vermietbarkeit des Komplexes angewiesen ist, gerecht zu werden. Durch die behutsame, auf die Details achtende und den Original-Bestand schützende Sanierung sind die HfG-Gebäude wieder wesentlich näher am Originalzustand als in den vergangenen Jahrzehnten. Ist es richtig, dass einzelne, einflussreiche Mieter die Entwicklung in dem neu zu schaffenden Zentrum für Gestaltung HfG Ulm dominieren werden? Nein, jeder Mieter erhält gleiche Rechte und unterliegt den gleichen Mietverpflichtungen. Warum bekommt die Stiftung HfG Ulm keine hohen Fördermittel von Bund und Land, wie beispielsweise die Stiftung Bauhaus Dessau? Weil es sich bei der Stiftung HfG Ulm um eine private Stiftung handelt. Fördermittel, etwa wie jüngst aus dem Konjunkturpaket II, stehen jedoch nur für öffentlich-rechtliche Einrichtungen zur Verfügung. Warum wird in dem Gebäude nicht einfach wieder eine Hochschule für Gestaltung eingerichtet? Die Gründung und Etablierung einer neuen Hochschule mit Schwerpunkt Gestaltung ist schon allein aus finanziellen Gesichtspunkten nicht realisierbar. Die Ausbildungslandschaft hat sich außerdem seit dem Ende der HfG weiterentwickelt und verändert. Zudem stünde eine „neue HfG Ulm“ immer in der Kritik, lediglich eine Kopie des Originals zu sein. Welche wissenschaftlichen Impulse werden künftig auf dem Ulmer Kuhberg gesetzt? Durch temporäre Ausstellungen, Design lectures, Workshops, etc. sollen der Designdiskurs gefördert und das theoretische Fundament für das angewandte Design geliefert werden. Das Internationale Forum für Gestaltung (IFG Ulm) wird dabei ebenso eine aktive Rolle spielen wie das stadteigene HfG-Archiv Ulm. Warum wird das Gebäude von Max Bill nicht zum Weltkulturerbe erklärt? Die Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe erfordert ein zeitraubendes, finanziell äußerst aufwändiges Verfahren, das sich über mehrere Jahre ziehen kann – mit offenem Ausgang. Priorität hat es, das denkmalgeschützte Gebäude in seinem derzeitigen Bestand zu sichern und zu sanieren, um Schäden abzuwenden. Wird man an der HfG Ulm wieder studieren können? Nein, ein Studium wird nicht angeboten. Es werden aber Tagungen und sogenannte design lectures in regelmäßigen Abständen stattfinden. Vorgesehener Start: 2012
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